Nach zwei Staedteerkundungswochenenden war dieses Wochenende mal endlich Erholung angesagt – und so ging es sehr erholsam um 4Uhr Morgens am Plaza auf in Richtung Tioman Island. Tioman ist eine kleine (naja wenn man es mit Pulau Besar vergleicht, wo ich am zweiten Wochenende meines Aufenthaltes verweilte, ist sie vergleichsweise riesig – 39km lang und 12km breit im Vergleich zu 5km lang und 2km breit) malaiische Insel im Suedchinesischen Meer 50km oestlich vom Festland. In den 70iger Jahren wurde Tioman als unberuehrtes Paradies aufgetan und wurde seit dem von Touristen ueberschwemmt – so dieses Wochenende auch von uns
Um 7Uhr Morgens erreichten wir Mersing Ferrystation, wo ich leider gleich feststellen musste das meine Kamera, mein materialistisches Ein-und-Alles
, nicht funktioniert. Sie hatte sich am Abend zuvor bei einer chinesischen Theaterauffuehrung in Singapores Strassen aufgehangen (ob hier A und B etwas miteinander zu tun haben bleibt im Dunkeln
) und wohl die Batterie entleert. Erst etwas bedrueckt keine 800 Fotos (oder so aehnlich) machen zu koennen verflog meine “schlechte” Laune (und meine Besorgnis, ob doch irgendwas Schlimmeres mit meinem Schmuckstueck sei) als wir in unserem Resort auf Tioman ankamen.
Da wir aufgrund des fruehen Aufstehens alle wirklich muede waren haben wir uns vom Towel Cabana Handtuecher besorgt und uns an den herlichen Strand in die Sonne gelegt und etwas Kraft fuer Nachmittagsaktivitaeten gesammelt. Einige von uns sind zu einer kleinen Insel schnorcheln gefahren und wir haben uns zu fuenft ein paar Kajaks geschnappt und sind auf dem Suedchinesischen Meer rumgepaddelt. Nur gut das wir nicht all zu weit fahren wollten, denn Arnd und ich waeren wohl eher Weltmeister im Zick-Zackfahren geworden als alles andere
Abends haben wir uns den Bauch bei einem BBQ-Buffet – vollgeschlagen …. mmmmmhhhhh …. lecker lecker Satay-Spiesschen
Dazu gab es Life-Musik von einer die Huefte schwingenden Dame die sicher mehrere Einnahmequellen hat
. Am Abend haben wir die traumhafte Kulisse von Sternen, Strand, Meerrauschen und Palmen-im-Wind-Rauschen genossen und sind alle zufrieden ins Bett gegangen.
Am naechsten Morgen wartete Lisa schon ganz ungeduldig um 9Uhr vor unserem Challet, weil sie das Fruehstuecksbuffet pluendern gehen wollte. Nach 10 Minuten hatte sie uns auch alle soweit – und so haben wir uns den angebotenen Fast-Koestlichkeiten hingegeben (ich glaube sie hatten super asiatisches Fruehstueck gemacht, aber leider hatte ich einfach keine Lust auf gebratene Nudeln oder Reis mit Fleisch – und den Rest konnten sie leider nur so lala – aber bei Obst kann man ja selten was falsch machen
). Nach ein wenig Staerkung haben wir uns auf Fahrraeder geschwungen, um etwas die naehere Umgebung zu erkunden. Zunaechst sind wir an einem traumhaft schoenen langen weissen Sandstrand gelandet – doch dann war auch schon das Ende des Paradieses erreicht und wir hatten die “Muellverbrennungsanlage” erreicht. Hier wurde einfach alles verbrannt und viele Affen und Lizzards schienen hier Nahrung (ich hatte keine Ahnung, dass sie auch Plastik verspeisen) zu finden. Da diese Tiere unsere Neugier auf sich zogen verweilten wir ein paar Minuten hier bis auf einmal der Leitaffe zickig wurde. Nach einem kurzer Herzstillstand, mich hat noch nie ein Affe angeschrien, hiess es nur noch Fahrraeder schnappen und weg – ich hatte bis jetzt nichts Gutes ueber genervte Affen gehoert und so hielt ich einen Rueckzug fuer clever. Leider war damit die Route Richtung Sueden schon erschlagen – also auf zurueck Richtung Hotel, daran vorbei und hoch den Berg vor dem wir uns eigentlich druecken wollten (da stand was von 10% Steigung, aber es fuehlte sich wie wenigstens 20% an). Ganz ohne Bier haben wir diese Bergetape erfolgreich ueberstanden und kamen ins nahegelegene Dorf wo wir uns noch eine Weile aufgehalten haben. Nachdem wir ziemlich fertig (2,5 Stunden Fahrradfahren ist in den Tropen einfach doch was anderes als zu Hause ne Fahrradtour machen) wieder im Resort angekommen sind hat der Strand schon laut nach uns gerufen. Ich habe mir noch Schnorchel und Flossen ausgeliehen und habe die Kuestennaehe erschnorchelt
Es war unheimlich beeindruckend in diese Welt abzutauchen – viele grosse und kleine, vor allem bunte, Fische, Koralenriffe und eine grosse im Wasser schwebende Schildkroete zu sehen. Leider war dann nur noch Zeit um ein bisschen trocken zu werden und dann ging es schon wieder Richtung Singapore.
Das war nun schon mein siebtentes Wochenende in Singapore – da ich fernab verbracht habe, werde ich das naechste nutzen um mal ein bisschen besser Singapore kennenzulernen (und neue Reiseziele auszukundschaften
).
































